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Vorgaben für Gebäude

Für Neubauten werden geeignete Maßnahmen gefordert, die den Zutritt von Radon aus dem Baugrund verhindern oder erheblich erschweren sollen (§ 123 StrlSchG). Dies liegt in der Verantwortung derjenigen Person, die ein Gebäude mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen errichtet.

Hintergrund ist der Gedanke, dass bei der Ausweisung von Neubaugebieten bzw. der Erteilung von Baugenehmigungen zukünftig ein präventiver baulicher Radonschutz berücksichtigt werden soll, wenn sich im Gebäude Aufenthaltsräume oder Arbeitsplätze befinden. „Bezugsgröße“ ist der o.g. Referenzwert.

Laut Gesetz gilt die Vorgabe für Neubauten als erfüllt, wenn die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik erforderlichen Maßnahmen zum Feuchteschutz eingehalten werden. Dies wird in Fachkreisen jedoch kontrovers diskutiert. In Abhängigkeit von der Wassereinwirkungsklasse müssen nicht alle DIN-gerechten Feuchteschutzmaßnahmen auch vor dem Eintritt des gasförmigen Radons ins Gebäude schützen.

In Radonvorsorgegebieten müssen neben den o.g. Feuchtschutzmaßnahmen zusätzliche Maßnahmen eingehalten werden. Diese werden exemplarisch in der Strahlenschutzverordnung (§ 154 StrlSchV) beschrieben; hiervon ist mindestens eine Maßnahme umzusetzen.

  • Verringerung der Radonkonzentration unter dem Gebäude,
  • gezielte Beeinflussung der Luftdruckdifferenz zwischen Gebäudeinnerem und Bodenluft an der Außenseite von Wänden und Böden mit Erdkontakt, sofern der diffusive Radoneintritt aufgrund des Standorts oder der Konstruktion begrenzt ist,
  • Begrenzung der Rissbildung in Wänden und Böden mit Erdkontakt und Auswahl diffusionshemmender Betonsorten mit der erforderlichen Dicke der Bauteile,
  • Absaugung von Radon an Randfugen oder unter Abdichtungen,
  • Einsatz diffusionshemmender, konvektionsdicht verarbeiteter Materialien oder Konstruktionen.

Laut Gesetz sind jedoch andere geeignete Wege zulässig, um die Pflichten nach § 123 StrlSchG zu erfüllen.

Bei Bestandsbauten sind Schutzmaßnahmen gegen Radon in Betracht zu ziehen, wenn im Rahmen einer baulichen Veränderung eines Gebäudes mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen Maßnahmen durchgeführt werden, die zu einer erheblichen Verminderung des Luftwechsels führen.

Strahlenschutzgesetz

Informationen zu Referenzwert, Radonvorsorgegebiete (Ausweisung, Messpflicht), Arbeitsplatz, Gebäude

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